Teil eines Werkes 
1 (1861) Adam Bede
Entstehung
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verdampfende Angſt war die höchſte Wirkung welche Dina's Predigt bis jezt hervorzurufen vermocht hatte. Gleichwohl war Niemand weggelaufen mit Aus⸗ nahme der Kinder und des alten Vaters Taft, der in Folge ſeiner Taubheit manche Worte nicht ver⸗ ſtand und ſich ſchon eine gute Weile an ſeinen Herd zurückgezogen hatte. Dem Drahtben war es höchſt unbehaglich zu Muthe, und er wünſchte beinahe er wäre gar nicht zur Predigt herangekommen; er meinte ihre Worte würden ihn nach Geſpenſterart verfolgen. Doch konnte er ſich's nicht verſagen ſie anzuſehen und ihr zuzuhören, obſchon er jeden Augenblick fürchtete ſie möchte ihre Augen auf ihn heften und ihn ganz beſonders aufs Korn nehmen. Sie hette ſich bereits an Sandy Jim gewendet, der jezt ſeine Frau ab⸗ gelöst hatte und ſein Kind im Arme hielt, und der dicke weichherzige Mann hatte ſich mit der Fauſt einige Thränen aus dem Auge gewiſcht, mit einer verworrenen Abſicht ſich zu beſſern, weniger in die Stechpalme zu gehen und ſich am Sonntag reinlicher zu halten.

Unmittelbar vor Sandy Jim ſtand Beß, die ſchon ſeit dem Anfang der Predigt eine ungewöhn⸗ liche Ruhe und Aufmerkſamkeit gezeigt hatte. Nicht als ob der Gegenſtand des Vortrags ſie ſo ſehr ge⸗ feſſelt hätte, denn ſie war in bewunderungsvoller Betrachtung darüber verloren, welches Vergnügen wohl das Leben einem jungen Mädchen zu bieten

vermöge das eine ſolche Haube trage wie Dina. Bald gab ſie in Verzweiflung dieſe Nachforſchung auf und

begann nun Dina's Naſe, Augen, Mund und Haare

zu ſtudiren und herauszukluͤgeln, ob es wohl beſſer