Teil eines Werkes 
9.-12. Th. (1845)
Entstehung
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Bitte, es an Dich einzuſchließen, welch' ſon⸗ derbare Adreſſe! Der eingeſchloſſene Brief, von Henriette an Eduard und Clara, lautete alſo: An den wohledelgeborenen und geſtrengen Herrn Eduard van Bergen und ſeine Gattin Frau van Bergen. 1 Haarlem.. 18.. Sehr edle und werthe Herr und Frau van Bergen!

Ich bin ſo frei, die Feder zu ergreifen, in der Hoffnung, daß mein Schreiben Ew. in guter Geſund⸗ heit antreffe, und Sie meine Freiheit nicht übel nehmen.

Jungens, ich denke ſo oft bei mir ſelber, ich möchte'mal wirklich zu dem Herrn Dolf... Eduard, mein' ich... und Frau Klara, ich würde dann Alles beſſer ſagen können, als mit dem Geſchreibſel da... Wie Ew. mir geſchrieben, haben Ew. ein Söhnchen be⸗ kommen; nun ich glückwünſche Ihnen und hoffe, der junge Herr werde wohl heranwachſen, und Ew. viel Plaifir daran haben, und es hat mir und meinem Manne raſend viel Freude gemacht, daß wir den Brief von Ew. hekommen, denn es zeugt doch davon, daß Ew. nicht ſtolz geworden und noch an uns denken.

Wie Ew. wohl wiſſen werden, bin ich ſchon ein Jahr verheirathet. Dirks Mutter wollte anfangs nichts davon wiſſen, aber als ſie von den zehntauſend Gul⸗ den hörte, hat ſie ſich gewendet und, wie geſagt, nichts dagegen. Ew. werden ſich wohl denken können, warum ſie mich nicht zur Schwiegertochter wollte, deßwegen ſchreibe ich es nicht, bei gutem Verſtand braucht's blos ein halbes Wort.

Und ſo, wie ich ſagte, bin ich nun verheirathet, und Dirk iſt der beſte Mann von der Welt, ſtill und ruhig, er ſitzt immer zu Hauſe und geht er hie und da aus, immer kommt er wieder nüchtern und ruhig zu ſeinem Frauchen zurück.