Teil eines Werkes 
9.-12. Th. (1845)
Entstehung
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ſie ihm auch lieh; dieſe habe, um ihm zu helfen, ihre Juwelen abgetreten, um ſich darauf die gewünſchte Summe vorſchießen zu laſſen; doch da es ihm unmög⸗ lich geweſen war, ihr die koſtbaren Gegenſtände zurück zu beſorgen, habe er die ächten Steine gegen falſche ausgewechſelt und die erſteren verkauft, ohne daß Frau I de Raad je etwas davon bemerkte. Ferner ſchreibt er, daß, da er durch Deine Fürſprache eine anſehnliche An⸗ ſtellung bekommen habe, er es für ſeine erſte Pflicht halte, dieſen Betrug wieder gut zu machen, und deß⸗ halb ihr die viertauſend Gulden zuſende, welche er aus den Juwelen gewonnen.

De Raad hat dieſen Brief ſeiner Frau nicht ge⸗ geben, weil dieſer Betrug ſie hindern konnte, Anderen behüflich zu ſein. Er ſelbſt hat dem Herrn Julius van Velden geantwortet, und ihn erſucht, die Sache nicht weiter zu ſagen; ſo vertraue ich auch auf Deine Dis⸗ kretion. De Raad hat für die empfangene Summe Her⸗ minen eine brillante Garnitur gekauft, und ich glaube, daß er noch ein ſchönes Sümmchen zugelegt hat, denn 8 die Garnitur iſt koſtbar.

6Louiſe, welcher ich die Sache im Vertrauen mit⸗ theilte, findet es ſonderbar, daß eine verheirathete Frau ihre Juwelen verpfänden ließ, um einem jungen Herrn zu helfen, aber Du weißt, ſie hat immer Verdacht, und 69 beiß vollkommen mit de Raad eins: Hermine iſt ein ngel. Sobald die fatique von der Reiſe etwas vor⸗ über find, komme ich mit Louiſe, um euch einige Tage u beſuchen, und dann ſollſt Du auch mein Zweigeſpann ſehan ,das ich aus England mitgebracht habe, brillant, aber theuer, bei hundert ſechszig Pfund Sterling... Grüße Mathilde von mir und meiner Louiſe. Adieu! au plaisir de vous voir,

Roberi Woeſtbergen. * rde mir zugeſandt mit der

.. 8. Juliege