Teil eines Werkes 
5.-8. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

an Ihre Wohlthätigkeit und chriſtliches Mitleiden zu wenden. Ein Zuſammenfluß von Unglücksfällen hat mich in die tiefſte Armuth und großes Elend geſtürzt, ſo daß es mir unmöglich iſt, länger für mich und meine Familie das Nöthige anzuſchaffen. Ich bin Wittwer und Vater von zwei Kindern, von denen das Aelteſte kaum das zwölfte Jahr erreicht hat.

Das iſt eine verfluchte Lüge, fiel Jim dem Leſer in die Rede.Ich werde ſechszehn, und Mat iſt drei⸗ zehn Jahre alt.

Das thut nichts, ſagte Gijs,je jünger, deſto kefſe⸗ das macht mehr Effekt, und damit fuhr er ort:

Früher war ich Seemann, doch ein Fall vom Maſte herab, wobei ich mein Bein brach, war die Urſache, daß ich vom Seedienſte Abſchied nehmen mußte...

Schon wieder eine streep**), ſprach Jim,Du biſt nie vom Maſte herabgefallen: Du haſt das Bein gebrochen, als Du betrunken in den Keller füürzteſt, nicht wahr, Alter?

all' Gijs nicht in die Rede, Jim! was er ſchreibt iſt ganz gut, und gerade ſo, wie ſich's gehört.

Gijs fuhr fort:

Solang ich konnte, that ich, was in meinen Kräf⸗ ten ſtund, um für mich und meine Kinder zu ſorgen, doch eine Krankheit warf mich auf das Siechbett, was mich außer Stand ſetzte, zu arbeiten. Ich war ge⸗ nöthigt, Alles, was ich beſaß, zu verkaufen oder zu verpfänden, und jetzt, da ich wieder etwas hergeſtellt

bin, ſehe ich mich und meine Kinder in tiefſter Armuth.

Obgleich ungerne, bin ich doch gezwungen, Ihre Hülfe anzurufen, und von Ihnen eine kleine Liebes⸗ gabe zu erflehen. O, ich bitte Sie, möchte ich mich nicht vergebens an Sie gewendet haben; ſeien Sie überzeugt, meine Gnädigen, daß jede Gabe, wie we⸗

*) Luͤge.

8