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Charles Denoi, oder das Vorgefühl des väterlichen Herzens. Wigo der Kühne, oder die Freischützen in Böhmen [u.a.] / von H. A. G. Egloffstein
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4 hier bekannt, wir liebten unz, allein der Va⸗ ter, ein wohlhabender Ackersmann, der einen eignen Hof hat, war nicht Willens, mir, der ich nichts beſaß, als mein Handwerk, ſeine Tochter, die ſein einziges Kind war, zu geben. Er verbot mir ſein Haus, und unterſagte ſeiner Tochter allen weitern Um⸗ gang mit mir. Da fing die Noth an, ich konnte nichts anders, als an meine Meta denken, der Gram verzehrte mich, ich ver⸗ nachläſſigte meine Arbeit, verlor dadurch mei⸗ ne Kunden, und ſah bald dem tiefſten Elende entgegen.

Ich war der Verzweiflung nahe; da fiel mir ein, mein Unglück dem Grafen zu ver⸗ trauen, und eilte auf's Schloß. Hier hörte ich, daß er gefährlich darnieder liege. Traurig ſchlich ich nach meiner einſamen Wohnung 4 zurück, und bat hier Gott für die Erhaltung meines Wohlthäters. Den andern Morgen laufe ich ganz früh wieder nach dem Schloſ⸗ ſe, und großer Gott! der Graf war in der Nacht geſtorben. Tief gebeugt ging ich nach Hauſe. Meinem Leben ein Ende zu

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