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Im ſiebenten Jahre meines Aufenthalts in jener traurigen Einöde, die nur der Um⸗ gang mit Beatrice mir erträglich machte, erſchien eines Tages unverhofft ein vorneh⸗ mer Herr in einer koſtbaren Equipage, und mit einer Menge Diener. An der Ehrerbie⸗ tung, mit welcher der Schloßverwalter und ſeine Gattin ihm entgegenkamen, erkannte ich leicht den Eigenthümer des Schloſſes. Ich wurde vor ihn gerufen. Er betrachtete mich mit vornehmem Stillſchweigen beſonders das Kreuz an meinem Halſe, und ſprach ziemlich vernehmbar für ſich:„Kein Zweifel weiter, ſie iſt es!“ Ich bat ihn um meine Freiheit, bat ihn, mich meinen Aeltern, da ſie ihm ohne Zweifel bekannt ſeien, oder an Sie, Mylord zu übergeben. Mit einem bos⸗ haften Lächeln war ſeine Antwort:„Das wird in dieſem Leben nicht geſchehen!“ und ſo wurde ich entlaſſen; bald darauf verließ er das Schloß.— Auf ſeinen Befehl wurde ich wieder wie ehedem, bevor Beatrice zu uns kam, eingeſchränkt, und durfte nur im Parke unter der Aufſicht der Signora luſt⸗


