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wandeln; doch wurde mir anſtändige Klei⸗ dung und Putz faſt zum Ueberfluſſe gereicht, auch erhielt ich ein eignes Fortepiano und eine Harfe, beide ſchön und koſtbar, zuvor hatte ich mich der Inſtrumente von meiner Lehrmeiſterin bedient.— Jetzt waren bald zehn Jahre verfloſſen ſeit meines Aufenthalts in jenem Waldſchloſſe, und obgleich Bea⸗ trice Alles hervorſuchte, mich zu zerſtreuen und zu erheitern, ſo ſehnte ich mich doch herz⸗ lich nach meiner Freiheit. Sie Erſchian ehe ich ſie nur hoffen konnte.
Eines Tages luſtwandelte ich mit Bea⸗ tricen im Park, da hörten wir außerhalb deſſelben einen frohen Geſang mehrerer Stim⸗ men, mit einer Guitarre, Tambourin und Caſtagnetten begleitet. Ha! das war die Muſik, die mich in meiner Kindheit ſo oft erfreute, ja es war das nämliche Volkslied, das ich ſo oft von den jungen Zigeunerinnen hörte, und ſelbſt auf der Guitarre zu klim⸗ pern gelernt hatte. Wunderbar ergriff mich dieſer Geſang, ich ahnete bereits meine Frei⸗ heit. Ich bat Signora Beatrice, mit mir an


