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Lauretten gelangt ſei; da ſprang die Her⸗ zogin auf und rief:„Mylord, wo iſt ſie? wo iſt meine Laura? Können Sie ſo grau⸗ ſam ſeyn, länger der Mutter ihr vemordes, theures Kind vorzuenthalten?“.
Nun mußte der Lord ihr den zweiten Ver⸗ luſt ihrer Tochter offenbaren.
„Ha, grauſamer, tückiſcher Guido!“ rief ſie,„das iſt Dein Werk! Hal in welche Hände iſt mein Kind gerathen? Vielleicht ſchon gemordet von der Hand des Böſewichts! Gott!“— Ohnmächtig ſank ſie nieder, und der Lord rief nach Hilfe. Die Kammerfrauen erſchienen, und mit ihnen der Herzog; mit Mühe brachte der eiligſt gerufene Hausarzt die Herzogin wieder zum Leben zurück, ſie war aber ſo entkräftet, daß ſie zu Bette ge⸗ bracht werden mußte, der Arzt befahl ihr die größte Ruhe, und ein wohlthätiger Schlum⸗ mer ſtellte ſich bei ihr ein.
Während dieſem hatte der Lord dem Her⸗ zoge Alles mitgetheilt, und auch dieſer war überzeugt, daß nur ſein entarteter Bruder jener Schandthat fähig geweſen ſei, und zit⸗


