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Charles Denoi, oder das Vorgefühl des väterlichen Herzens. Wigo der Kühne, oder die Freischützen in Böhmen [u.a.] / von H. A. G. Egloffstein
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terte für das Leben ſeiner geliebten Tochter. Gerne, rief er,will ich dem habſüchtigen Menſchen mein Herzogthum abtreten, er ge⸗ be mir nur meine Tochter zurück! Mit ihr und meiner theuern Gattin will ich froh im dunkeln Privatſtande leben, und von Herzen jedes eitlen Prunkes entſagen!

Um volle Gewißheit zu haben, bat der Herzog den Lord, eiligſt Laurettens Wär⸗ terin, die ſich, reichlich vom Lord beſchenkt, nach ihrer Geburtsſtadt Linz begeben hatte, nach Wien zu berufen, und nach 14 Tagen traf dieſelbe ſchon ein. Sie mußte dem Her⸗ zog und ſeiner Gemahlin noch einmal den Raub Laurettens in Venedig erzählen, und genau jenen Herrn beſchreiben, der ſie den Tag zuvor auf jenen Ort mit dem Kinde zu kommen beſtellt hatte. Sie that es ausführ⸗ lich, und es wurde den beiden Gatten ge⸗ wiß, daß Guido der Räuber ihrer Tochter ſei. Von Mutter Hanna hatte der Lord weiter keine Nachricht erhalten.

Der Herzog und ſeine Gemahlin, deren Geſundheit zwar hoͤchſt ſchwankend war, ent⸗ P 2