Der alte Franz, der einzig übrig geblie⸗ bene Freund und Zeuge ſeiner Jugend, weinte auch ſtill mit, als er ſeinen alten Willibald
ſo weinen ſah.„Helfe Dir Gott, Gevat⸗
ter!“ ſprach er;„aber das iſt eine ſchwere Arbeit, Deiner Anna Grab. Num wirſt Du auch wohl bald hinunterkommen; zwiſchen euch kommt Niemand. Großvaters und Va⸗ ters Sarg ſind eingefallen, aber Deines Wilhelms Sarg iſt noch feſt, ſchaue hin⸗ unter, Du kannſt ihn ſchon ſehen; Deine Anna wird gut auf ihm ruhen, dann kommſt Du, dann lege ich den großen, alten Grab⸗ ſtein dort an der Ecke darauf, der Niemand mehr gehört, und decke die ehrlichen Willi⸗ balde alle mit zu, damit Niemand mehr über ſie begraben werde; und dann mache ich kein Grab mehr und warte nur auf mei⸗
nes da neben Dir.— Gevatter!'s iſt gut,
daß es mit uns alle wird; die Welt gehört
uns nicht mehr, ſie iſt viel anders, als die
unſrige— beſſer nicht!“ „Höre, Franz,“ ſagte Willibald, „thue mir einen Gefallen. Mir iſt ſo wun⸗
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