derbar zu Muthe, es iſt mir, als wäre heut ein großer Feierabend, ein Vorſabbath für die ganze Welt, als ſpräche Gott, und dort die untergehende Sonne, und die Engel und die Todten mit einander von einem ewigen Frieden, und als ſtände dort am Abendroth bei der Sonne meine Anna und mein Wil⸗ helm, und noch weiter drüben mein alter Vater und winkten mir, ich ſollte auch hin⸗ kommen, wo ſie alle ſind.— Sieh nur, Franz, es iſt, als wenn ſie ſich einander die Hände reichten und weinten vor Freude, und als ſtände Gott dabei und drückte ſie alle an ſein Herz, das auch wie eine Sonne iſt, und als flögen ewige Frühlinge und tau⸗
melnde Blüthen und ſpielende Engel um ſie,
und auf der grünen Erde mit Blumen und vielen weißen Roſen unter ihnen knieeten viele tauſend Menſchen und ſängen: Ehre ſei Gott in der Höhe!“
„Willibald, Du ſtirbſt auch wohl bald,““ ſagte Franz,„ich ſehe nichts, aber es iſt, als müßte Alles ſo ſeyn, wie Du es ſagſt, denn was Du ſprichſt, ſpricht Gott aus Dir.


