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alten Freunde ſind ja ſchon alle todt, und die neue Welt denkt nur an's Leben.“
„Aber ich muß noch einmal hinausgehen zu den Gräbern, zu Vaters und Sohnes Grab; es iſt mir als riefen ſie: Willibald, komm' zu uns herunter, Deine Tage ſind alt geworden, und Deine Füße ſind müde.“—
Und er ging hinaus auf den Gottesacker, und beſuchte alle Gräber ſeiner alten Freun⸗ de und ſprach mit ihnen, und richtete die verwitterten, umgeſunkenen, ſchriftloſen Kreuze wieder auf, und hob die Blumen in die Höhe und nahm die Neſſeln weg. Dann ging er auf die andere Seite der Kirche, wo Willibalds Begräbniß war, und fand den alten Franz da, der ſeiner Anna Grab machte. Das griff dem alten Mann gar ſehr an's Herz, und eine Thräne nach der andern ſtürzte unter den dünnen, ſilbernen Wimpern hervor. Er nahm die Mütze von ſeinem Silberhaupte, faltete die Hände und betete recht inbrünſtig, daß ihn Gott doch auch bald ſterben und zu ſeiner Anna kom⸗ men laſſen möchte.—


