— 28—
Bindfaden, und kleiſterten die Obertheile und das Unterfutter zuſammen. Edmund erhielt die Er⸗ laubniß, auf eine Stunde jeden Morgen nach Hauſe zu gehen, wenn er vor 8 Uhr zuruͤck kaͤme. Es war Sommer, und er machte ſich gewoͤhnlich früͤh auf den Weg, weil er ſich freute, ſeine Schweſtern zu ſehen, und nahm ſeinen Antheil an der Fabrik. Es war ſein Geſchaͤft, die Sohlen platt zu ſchlagen, und ſobald er jeden Morgen heim kam, ging er mit ſolcher Froͤhlichkeit an ſeine Arbeit, und ſang ſo heiter dabei, daß die Stunde ſeiner Ankunft immer eine Stunde der Freude fuͤr die Familie war.
Marie hatte nun Beſchaͤftigung genug fuͤr ihre Haͤnde. Viele Familien aus der Nachbar⸗ ſchaft beſtellten Schuhe bei ihr, und ſie konnte deren nicht genug verfertigen. Bei aller Eile aber fand ſie doch noch Zeit, ein ſchoͤnes Paar mit zierliche oſen zum Geſchenke fuͤr ihre Schullehrerinn zu machen, die ſich jetzt bereitwillig zeigte, die Bezahlung der alten Schuld anzuneh⸗ men, da ſie bemerkte, daß Marien's Geſchaͤfte gu⸗
*


