die Wahrheit ſagte. So trat Edmund in ſeinen Dienſt, und ſein Herr war der Vater Iſabella's und Carolinens. Er fand ſeine neue Lebensart ſehr ange⸗ nehm, denn er hatte gute Koſt, wurde gut gekleidet und gut behandelt, und lernte ſich, jeden Tag mehr in ſeine Geſchaͤfte ſchicken, worin er anfaͤnglich allerdings etwas linkiſch war. Er war achtſam auf alles, was ihm ſein Herr gebot, und gegen alle ſeine Dienſtgenoſſen ſo gefaͤllig, daß ſie ihn liebgewinnen mußten. Aber eins war ihm gleich Anfangs unangenehm, er mußte. Schuhe und Struͤmpfe tragen, die ſeine Fuͤße druͤckten. Da⸗ bei machte er, wenn er bei Tiſche aufwartete, im Gehen ein ſolches Geraͤuſch, daß ſeine Dienſtge⸗ noſſen uͤber ihn lachten. Er theilte Marien ſeinen Kummer mit, und ſie machte ihm nach einigen Verſuchen ein paar Tuchſchuhe mit Sohlen von geflochtenem Hanf. Hierin konnte er gehen, ohne das geringſte Geraͤuſch zu macheng und da dieſe Schuhe nicht außer dem Hauſe getragen werden konnten, ſo war er immer ſehr ſorgſam, ſie abzu⸗ legen, wenn er ausging, und folglich hatte er
Druckschrift
Erzählungen aus dem Jugendleben / nach Maria Edgeworth übers. von Rudolf Engel ... Hrsg. von Ernst Hold
Entstehung
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


