Die Waiſen fuhren fort, ſich nach ihren Kraͤften und Faͤhigkeiten einander zu helfen, und verlebten auf dieſe Weiſe drei Jahre. Mit dem, was Marie durch Spinnen und Naͤhen, Edmund durch Karrenfahren, Botengaͤnge und aͤhnliche Dien⸗ ſte, und Gretchen und Hannchen ſich verdienten, war die Familie im Stande, ein gemaͤchliches Leben zu fuͤhren. Iſabella nnd Caroline beſuchten ſie oft/
und gaben ihnen bald Kleider, bald Flachs oder
Baumwollengarn zum Spinnen und Stricken, und die Kinder erwarteten nicht, daß, da die Fraͤulein etwas fuͤr ſie thaten, ſie alles thun wuͤr⸗ den; ſie wurden nicht traͤge und verſchwenderiſch.
Als Edmund das zwoͤlfte Jahr erreicht hatte, ſchickte Gilbert eines Tages mit der Botſchaft zu ihm, ſein Herr haͤtte ihm erlaubt, einen Knaben zu ſich zu nehmen, der ihm zur Hand gehen koͤnnte, und zwar duͤrfte er ſich einen aus der Nachbar⸗ ſchaft waͤhlen. Es hatten ſich viele zu dieſer guten Stelle gemeldet, aber Gilbert zog Edmund allen vor, weil er wußte, daß er ein arbeitſamer, ehr⸗ licher und gutmuͤthiger Knabe war, der immer


