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„Heinrich“, rief er endlich,„himmliſcher Heinrich! ich habe Dich bisher für einen geſcheidten, welterfah⸗ renen Burſchen gehalten!“
„Nun?“ fragte ich ſtirnrunzelnd...„und jetzt? Was veranlaßt Dich, von dieſer Ueberzeugung zurück⸗ zukommen?“
„Scherz bei Seite, Heinrich. Iſt es faktiſch Deine Abſicht, das Mädel zu heirathen; oder denkſt Du nur, eine kleine Liebelei... 2“
„Karl! Ich halte mir's aus! Margherita iſt meine Braut! Verſtehſt Du wol?“
„Aber biſt Du verrückt?“
„Wie ſo?“
„Nun, zum Henker, ein Mädchen wie dieſe Zim⸗ mermannstochter findet man wol reizend... man macht ihr den Hof... man plaudert ihr allerlei tol⸗ les Zeug vor...— aber— man heirathet ſie nicht!“
„So, man heirathet ſie nicht! Sag' einmal, mit wem redeſt Du eigentlich? Wenn ich nicht annähme, Du ſeieſt berauſcht, ſo müßte ich in unangenehmſter Weiſe eine Erklärung von Dir fordern! Sobald Du wieder bei Sinnen biſt, wirſt Du Deine eben ſo al⸗ bernen als ungezogenen Reden revociren!“
Ich ſagte dies in einem Tone, der ſehr entrüſtet und entſchloſſen klingen ſollte, aber ich zweifle, ob es


