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ſeinen Abſchiedskuß auf die Lippen des Todten, blick⸗ te dann raſch, wie im Trotze der Verzweiflung, zum Himmel auf, und ſprach mit erſchuͤtternder Stimme: „Richter uͤber den Sternen! Nun haſt Du Alles! mein Liebſtes! Nun kannſt Du mir nichts mehr nehmen!“—
Weſtolds Sarg war nach drei Tagen unter einer der majeſtaͤtiſchen Gottesacker⸗Linden in die Erde geſenkt, und zwar auf der naͤmlichen Stelle, wo er bei ſeinem erſten Beſuche von Aarhorſt auf dem gruͤnen Raſen geſeſſen, und ſo ſelig getraͤumt hatte.—
Die Graͤfin ſchickte ſich an, auf immer Aarhorſt zut verlaſſen, um in kloͤſterlicher Stille das harte Mißgeſchick ihres verfehlten Lebens zu betrauern. Um noch ein gutes Werk zu thun, ſorgte Haſte⸗ beck, daß ſie Lebrechten und Marien auf im⸗ mer eine gute Lage ſicherte. Dann riß er ſich ge⸗ waltſam von Aarhorſt los, um in der Reſidenz ſeine Vermoͤgens⸗Angelegenheiten zu ordnen, und dann Europa auf immer zu verlaſſen.
Als er eben aus der Reſidenz wieder abreiſen wollte, traf der Graf dort ein. Das unerwartete Begegnen von Beiden glich dem Gegeneinanderflie⸗ gen von zwei heißen, feindlichen Kugeln, die, halb


