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Zitternd erhob er die gefallteten Haͤnde uͤber der Bruſt; zitternd ſtammelte er einige Worte des from⸗ men Gebets, das er ſprechen wollte; noch zittern⸗ der verſuchte er, ſie zu wiederholen— da verſagte ihm ploͤtzlich die Stimme; es ſchien dunkel zu werden vor ſeinen Augen; er wankte, und ſtreckte die Haͤn⸗ de aus, als ob er ſich irgendwo anhalten wolle. Schnell ſprang Haſtebeck zu ihm hin, daß er nicht falle; und in ſeinen Armen endete ein aberma⸗ liger, toͤdtlicher Nervenſchlag das Leben ſeines ge⸗ liebteſten Freundes, des frommen Prieſters des Herrn, deſſen Geſicht nun, wie verklaͤrt, noch ſeine Freude auszudruͤcken ſchien, daß ſein entfeſſelter Geiſte von ſo heiliger Staͤtte ſich zu einem hoͤheren Leben em⸗ por ſchwang.
Unter lauten Klagen ſtuͤrzten Auguſte, Ma⸗ rie und Lebrecht hinzu. Wenigſtens noch einen einzigen Laut der Liebe wuͤnſchten ſie von dem Theuren zu hoͤren. Aber ſein frommer Mund war ſchon auf immer verſtummt, und ſein Herz voll Liebe ſchlug ſchon nicht mehr! Er war eines ſeligen Todes ge⸗ ſtorben, mitten in ſeinem heiligen Beruf, ohne vor⸗ hergegangenen Krankheitsſchmerz und Trennungs⸗ kummer, und das Gewiſſen rein, gleich einem kri⸗ ſtallenen Spiegel. Mit einem unausſprechlichen Ge⸗ fühl der Liebe und der Trauer druͤckte Haſtebeck


