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der Vorſehung, und nie werde ich Dorotheens Bruder haſſen koͤnnen.“— 159
Der folgende Tag war zur Beiſetzung der Suͤrge in die Familiengruft der Graͤfin unter der Kirche be⸗ ſtimmt. Vorher waren ſie, geoͤffnet, vor dem Alta⸗ re aufgeſtellt, Seraphinens Leiche mit dem Kranze von Roſen, Herrmanns Leiche mit ei⸗ nem Lorbeerkranze geſchmuͤckt. Hunderte weinten bei dem Anblick des ſo fruͤh dahin gerafften, jungen Paares. Selbſt die fremdeſten Zuſchauer waren ge⸗ rührt, und ſangen voll wehmuͤthiger Andacht das Sterbelied mit. Haſtebeck aber ſaß ſtumm und bewegungslos, wie zu Stein geworden, dicht neben Seraphinens Sarge— ein Bild des herzzerrei⸗ ßendſten Kummers. 26
Weſtold, der ſich, aller Abmahnungen un⸗ geachtet, nicht hatte wollen zuruͤckhalten laſſen, ſeine heutige, allzu erſchuͤtternde Amtspflicht zu erfuͤllen, wankte jetzt, langſamen Schrittes, vor den Altar, tief zu Boden das blaſſe, auffallend entſtellte Geſicht geneigt. Er vermochte nicht, hin zu blicken nach den Todten, die er auf der nemlichen Stelle vor Kurzem erſt zur Heiligung ihres Bundes der Liebe geſegnet hatte, und die er heute, in ihren engen Saͤrgen, ſegnen ſollte zu ihrem Eingange in das Land des ewigen Friedens!—


