Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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der Stimme. Aber der Racheduͤrſtige hoͤrte das nicht, und pries, bald betend, bald fluchend, das wunder⸗ bare Geſchick, das ihm den Sohn ſeines Feindes entgegen gefuͤhrt habe. Den Schmerz der Umſtehen⸗ den ſah er nicht eher, bis er, erſchoͤpft von uͤbertriebe⸗ ner, leidenſchaftlicher Anſtrengung, wieder auf ſein Lager geſunken war.

Haſtebecks naͤchſter Gedanke war, den ſchwer verwundeten Herrmann außzuſuchen, obgleich Langhof behauptete, daß das ein nutzloſes Be⸗

muͤhen ſeyn werde. Aber indem ſie eben noch dar⸗

uͤber ſprachen, wo Herrmann wohl zu finden ſeyn koͤnne, kam Marie mit der Schreckensbot⸗ ſchaft ins Zimmer, daß Seraphinens Zuſtand ploͤtzlich ſehr ſchlimm veraͤndert zu ſeyn ſcheine. Athemlos eilte Haſtebeck an das Bette der heißge⸗ liebten Tochter, die mit gebrochenem Auge ſchon ih⸗ ren Todeskampf beſtand, und nichts mehr von ſei⸗ nem betruͤbten, zaͤrtlichen Zuruf ihres Namens ver⸗ nahm. Haͤtte er weinen und beten koͤnnen, wie Au⸗ guſte, und Marie, und die Graͤſin, die auf ih⸗ ren Knieen neben dem Sterbebette lag: er waͤre gluͤcktich geweſen, im Vergleich mit dem Zuſtande, in welchem er ſich befand. In thraͤnenloſer, ſtum⸗ mer Verſtoͤrtheit ſtand er neben der fruͤh zerknickten, ſchoͤnen Blume, die ſeit langen Jahren ſeines truͤben