Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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hiebe, eine Wunde im Geſicht und am rechten Arme; er war blaß und hinfaͤllig; aber die Freude, den Mann noch ein Mal wieder zu ſehen, der ihm vor dreiundzwanzig Jahren, um ſo theuern Preis, ſeine Freiheit erkauft hatte, regte ihn auf, als ob er noch ein lebensfroher Juͤngling waͤre, wie in jener Zeit:; und ſein Mund floß uͤber von den aufrichtigſten Ver⸗ ſicherungen ſeiner unveraͤnderten Anhaͤnglichkeit und Dankbarkeit. Haſtebeck aber konnte nicht muͤde werden, in das eine, von den umgewundenen Tuͤ⸗ chern frei gebliebene, ſchoͤne Auge des verwundeten Kriegers zu ſehn, welches Dorotheens Augen ſo geſchwiſterlich aͤhnlich war. Er ſprach mit ihm groͤßtentheils nur von ihr; und die naͤchſte Nacht fuͤhrte ihm wieder ein Mal den ſchoͤnen Traum von ihr vor die Seele, der ſich durch ſein Leben zog, wie der Beſuch eines wolthaͤtigen, maͤhrchenhaften En⸗ gels, der von Zeit zu Zeit unverſehens in die Huͤtte eines Armen tritt, und eben ſo unverſehens wieder verſchwindet.

Als Haſtebeck am folgenden Morgen einige Zeit am Bette der Kranken verweilt und es dann, noch hoffnungsloſer, als geſtern, verlaſſen hatte, eilte er wieder zu Langhof, und vertraute ihm, unter Vergießung heißer Thraͤnen, die Befuͤrchtung,

Weſtold. II. Theil. 22

Langhof hatte, von einem kraͤftigen Saͤbel⸗

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