Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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wunden, und war mit einem Mantel bedeckt. Herrmann! Herrmann! riefen ihm Alle, halb mit Schrecken, halb mit Freude, entgegen. Doch in der naͤchſten Minute ergab es ſich, daß es nicht dieſer, ſondern Langhof war, der alles auf⸗ geboten, und nicht Schmerzen noch weiten Weg ge⸗ ſcheut hatte, um als Verwundeter in Weſtolds Familienkreiſe eine menſchenſteundliche⸗ ruhige Ver⸗ Pflegung zu finden.

Voreilig und unvorſichtig war die Nachricht, erſt, daß ein verwundeter Offitzier angekommen, und gleich darauf, daß es Herrmann ſey, bis zu der Kranken gedrungen. So gefaͤhrlich ſie hierdurch auf⸗ gebeist worden war, ſo gefaͤhrlich wurde ſie gleich Harauf durch den Widerruf jener frohen Botſchaft niedergeſchlagen. Ihr Zuſtand verſchlimmerte ſich ſeit dieſer Stunde immer auffallender.

Fuͤhlten ſich nun gleich Alle, und beſonders auch Haſtebeck, auf eine ſehr ſchmerzliche Art getaͤuſcht, als man ſah, daß der Angekommene nicht Herr⸗ mann war: ſo wurde Langho f doch ſehr menſchen⸗ freudlich in Weſtolds Familie aufgenommen, und das gegenſeitige Erkennen zwiſchen ihm und Haſte⸗ beck war ſo freudig und ſo traurig zugleich, daß mit ihnen die Umſtehenden guf das tiefſte erſchuͤttert

wurden. Lang⸗