Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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des ſchrecklichen Betruͤgers Nahmen ausſchreien und verfluchen moͤgen, um dem Toben meines Bluts nur etwas Luft zu machen; aber ich mußte abermals die Sünde Deſſen verſchweigen, der die meinige ver⸗ heimlicht hatte. Auch fuͤhlte ich, daß ich Euch nur das Herz noch mehr zerreißen wuͤrde, wenn ich eine Unvorſichtigkeit dieſer Art beginge. Ich hielt, um Eurer Ruhe willen, die ſtrengſte Geheimhaltung deſſen, was ich wußte, fuͤr meine allerheiligſte Pflicht: ich draͤngte alſo alle die furchtbaren Gefuͤhle, die mich beſtuͤrmten, gewaltſam in meine Bruſt zuruͤck, und ſtritt mit verzweiflungsvoller Heftigkeit gegen Dich, als Du in dem Briefe mit der Todesnach⸗ richt meine, zu ſchlecht verſtellte, Handſchrift errie⸗ theſt! O, es war eine der boͤſeſten, fuͤrchterlichſten Stunden meines ganzen Lebens, an die ich noch heute nicht ohne Schauder zuruͤck denken kann!

Als ich nach Hauſe gekommen war, jagte ich dem Grafen, der zur Braut gereiſt war, einen Brief nach, worin ich ihm ſchrieb, ich wolle die fuͤr ihn er⸗ borgten zehntauſend Gulden von meinem eignen Ver⸗ moͤgen zuruͤckzahlen, aber er muͤſſe ſeine Conven⸗