Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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Der Graf ſchob ſeine Vermaͤhlung ſo weit hin⸗ aus, als er konnte weil er ſie nur mit dem groͤßten Widerwillen that. Sie war noch nicht vollzogen, als ich Dich zum erſten Male in Deiner Advokaten⸗ noth beſuchte. 1

Als da nun in der Nacht Deine Schweſter an⸗ kam, mein Bedienter bei ihrem Anblick, aus Furcht, von ihr erkannt zu werden, das Licht ausblies als ſie ſich mir von Schoͤnberg nannte, was, wie ich wußte, der angenommene Nahme des Gra⸗ fen geweſen war, da daͤmmerte, zu meinem entſetz⸗ lichſten Schrecken, ſchon die Ahnung in mir auf, daß ſie die betrogene Geliebte des Grafen ſey. Ihre Erzaͤhlung am andern Tage beſtaͤtigte mir, leider, jene Ahnung! Es erfullte mein Herz mit wahrer Hoͤllenpein, in der Betrogenen nicht allein, wider mein Erwarten, eines der edelſten, wuͤrdigſten Wei⸗ ber, ſondern obenein die Schweſter meines geliebte⸗ ſten, ſchon mit eigner Noth kaͤmpfenden, Freun⸗ des zu ſehn; und faſt raſend machte mich der Ge⸗

danke, daß ich ſelbſt hier und da mit eingegriffen habe in ihr unglückliches Geſchick! Laut häͤtte ich