Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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Entſchluſſe, Dir die Wahrheit in Beziehung auf Dorotheen zu verbergen. Aber verdamme mich deshalb nicht! Hoͤre mich ruhig an! Ich hatte mich, aus der uneigennuͤtzigſten und gutmuͤthigſten Dankbarkeit fuͤr einen großen Dienſt, den Du mei⸗ mem Vetter Franz Langhof(nach einem dun⸗ keln Briefe von ihm) erwieſen haben ſollteſt, zu der ſeltſamen Rolle hingegeben, Deine Vertraute in Abſicht deiner Liebe zu ſeiner Schweſter zu ſeyn. V Lange wußte ich nicht, in welches gefaͤhrliche Spiel

ich mich hierdurch mit Dir verwickelt hatte. Die Pein, welche mir es nach und nach machte, Dich immer in den zaͤrtlichſten Ausdruͤcken von einer An⸗ . dern ſprechen zu hoͤren, machte mir dies endlich be⸗ greiflich. Ich wollte mich losmachen von Dir, aber ich konnte den Ruͤckweg nicht mehr ſinden. Seit ich die Nothwendigkeit fuͤhlte, ihn zu ſuchen, war es ſchon zu ſpaͤt dazu! Der leidenſchaftliche Kuß endlich, mit welchem Du mich am Tage vor mei⸗ ner Abreiſe nach Danzig, auf Veranlaſſung Dei⸗ nes Auftrags an Dorotheen, in der Heftigkeit Deiner Gemuͤthsbewegung uͤberraſchteſt, oder viel⸗