Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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mehr uͤberfielſt dieſer gluͤhende Kuß entſchied uͤber mein ganzes kuͤnftiges Leben. Er fachte den glimmenden Funken meiner heimlichen Liebe zu Dir zur unbezwinglichen, hellen Flamme der Leidenſchaft an. Sie war, waͤhrend der ganzen Dauer meiner Reiſe, die unaufhoͤrliche Qual meines Herzens! Sie verſchloß mir den Mund vor Dir uͤber Doro⸗ theens Auftrag! Sie ſtroͤmte in Thraͤnen uͤber bei dem falſchen Berichte, zu dem ich mich verirrte! Und dieſe unaufhaltbaren Thraͤnen fuͤhrten mich in jener entſcheidenden Stunde, da ich mich auf immer gewaltſam von Dir losreißen wollte, in Deinen Arm. Du hielteſt mich feſt, trotz meines ernſtlich⸗ ſten Straͤubens, und ſo wurde ich, wider alles Er⸗ warten und Hoffen, Dein Weib! bis heute Dein glückliches nun aber deſto unglücklicheres Weib! Den Ring haͤtte ich laͤngſt vernichten, und ſs das gefaͤhrliche Geheimniß auf immer begraben koͤn⸗ nen; allein es war meine Abſicht, Dir es noch ein⸗ mal ſelbſt zu entdecken, weil es fortwaͤhrend eine dunkle Stelle in meinem Herzen war. Aber ich wollte hiezu erſt noch eine gluͤcklichere Zeit abwar⸗