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Unterdeſſen ſchweifte Haſtebeck unſtaͤt im Freien umher, und entging wenigſtens einſtweilen noch den Beſaͤnftigungs⸗Verſuchen, denen er nur zu gern auswich. Aber lange ſollte er dieſes ruhi⸗ gen Beharrens bei ſeinem Sinne nicht genießen; denn noch vor Sonnen⸗Untergang kam ein Bote mit einem Briefe von Sophien, die ſehr richtig berechnet hatte, daß ihr Mann nirgends anders, als in Aarhorſt, zu treffen ſeyn werde.— Der Brief lautete folgender maaßen:
„Grauſamer, doch ewig geliebter Gatte!— Der Geburtstag, der mir ein Feſttag werden ſollte, iſt mir ein Gerichtstag geworden! Die einzige Schuld gegen Dich, die ich auf dem Herzen hatte, iſt von Dir entdeckt worden! Du haſt furchtbar Ge⸗ richt gehalten uͤber mich— ſo furchtbar, wie Gott nicht dereinſt unſer Aller Schwachheiten und Verge⸗ hungen richten moͤge!— und mein ganzes, ganzes, ſchoͤnes Gluͤck iſt zertruͤmmert auf die allererſchuͤt⸗ terndſte Weiſe!
Ich habe unrecht gethan! Das bekenn' ich, und werd’ ich bereuen, ſo lange noch ein Athemzug 2*
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