18
che blos mit dem Grafen abgemacht habe. Um dieſe dummen Streiche gut zu machen, mußt Du ihr einen recht hoͤflichen Brief ſchreiben, und ſie um Mit⸗Unterſchrift des Vertrags bitten. Und um es zu beſchoͤnigen, daß dies erſt jetzt geſchiehr, kannſt Du vorwenden„ Du habeſt dieſe Bitte nicht eher thun wollen, als bis Du erſt einige Zeit durch die That bewieſen habeſt, daß ihr Gut bei Dir in redli⸗ chen und fleißigen Haͤnden ſey, und daß ſie Dir vertrauen koͤnne, ob Du gleich ſonſt ein Advokat geweſen ſeyſt. So ungefaͤhr mußt Du es einrichten, und die jetzige Zeit zur Abtragung des vierteljaͤhrli⸗ chen Pachtgeldes bietet Dir die ſchicklichſte Gelegen⸗ heit zu dieſem hoͤchſt noͤthigen Briefe, von welchem gaͤnzlich die Sicherheit Deiner Lage abhaͤngt.“
So einleuchtend dies auch Weſtolden erſchei⸗ nen mußte: ſo brachte ihn doch erſt die Anſicht zu einem raſchen Entſchluſſe, daß die Graͤfin auch die Zuſage wegen der Pfarre unterſchreiben muͤſſe, und gleich nach Tiſche machte er ſich an den Brief, der. ihm eigentlich ſehr laͤſtig war.
4
——


