Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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ten. Um Zeit zu gewinnen, den abentheuerlichen Reiſeplan zu hintertreiben, bewirkte We ſtold, u ter allerlei Vorwand, die Beſtimmung, daß der Bote erſt am folgenden Morgen ſeinen Weg begin⸗ nen ſolle. Wie er nun aber anfangen wollte, dem zuͤrnenden Freunde Verſoͤhnlichkeit vorzupredigen, wurde er ploͤtzlich durch folgende Gegenrede aus dem Felde geſchlagen:Spare Deine Worte, denn

ſie koͤnnen die Wunde, die mir geſchlagen iſt, nim⸗ mer heilen! Auch nuͤtze Deine Zeit gleich zu etwas hoͤchſt Noͤthigem! Bei dem Pachtvertrage haben wir

den argen Bock geſchoſſen, ihn blos von dem Gra⸗

fen unterſchreiben zu laſſen, und nicht auch von der Graͤfin, welcher Aarhorſt eigentlich gehoͤrt. Nun

iſt ſie ſeit einiger Zeit ſehr kraͤnklich, und ſoll uͤber⸗ dem ihrer Entbindung nahe ſeyn! Stirbt ſie was ſehr wahrſcheinlich iſt ſo kann man nicht wiſſen, was aus ihren Guͤtern wird, da ſie ſchwerlich ein Teſtament zu Gunſten des Grafen machen moͤchte;

und die Erben aus ihrer Familie wuͤrden den Pacht⸗ Vertrag gewiß nicht beſtehen laſſen. Sie ſelbſt ſcheint empfindlich daruͤber zu ſeyn, daß ich die Sa⸗

Weſtold. II. Theil. 2