Teil eines Werkes 
1. Theil (1823)
Entstehung
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wieder herzuſtellen: ſo gelang ihm das doch nie, und ſie war wieder das ſittſamſte, unſchuldigſte Maͤdchen im Dorfe, wie ſie bei weitem das ſchoͤnſte war.

Mit einem unausſprechlich gluͤcklichen Gefuͤhl hoͤrte Weſtold dieſen letzten Theil von Len⸗ chens Geſtaͤndniſſen an. Eine ſchoͤnere Verherrli⸗ chung des heutigen Feſtes konnte es fuͤr ihn nicht geben, als dieſe unerwartete Entdeckung, daß ſein erſter, zſchuͤchterner Tritt auf die Kanzel dem Him⸗ mel eine Seele gerettet hatte. Er erblickte darin mit frommer Ruͤhrung eine weiſe Fuͤgung der Vor⸗ ſehung; er erblickte mit heiligem Entzuͤcken darin ein unzweideutiges Zeichen des Himmels, daß er Wohlgefallen an ſeinem Beginnen habe; und heller und freudiger, als jemals, flammte ſeine Begeiſterung auf beim Hinblick nach ſeinem ernſten Ziele.

Er nannte Lenchen ſeine liebe Tochter, ob ſie gleich kaum vierzehn Jahr jünger war, als er, und er gab ihr wahrhaft vaͤterliche Lehren. Im Hin⸗ weggehen kuͤßte das geruͤhrte Maͤdchen, ehe er es verhindern konnte, zweimal ſeine Hand; und in be⸗

Weſtold. I. Theil. 16