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ſcheidner Verlegenheit druͤckte er dafuͤr den leiſeſten, unſchuldigſten Kuß auf ihre Stirn.
„Glück zu!“ rief Haſtebeck, der eben, mit einem Glaſe Wein in der Hand, hinzu trat—„Gluͤck zu, Herr Bruder! Ich ſehe, daß Du auch ſpashaft wirſt, wie ein recht eingefleiſchter Amtmann! Ich gratulire recht ſehr! Nur Deine Frau laß ſo was nicht ſehn! Haͤtte Die nicht ſo gut kommen koͤnnen, als ich?
Lenchen entfernte ſich mit ſchaamgeroͤtheten Wangen.— Wie ein kalter Hagelſchauer auf ein bluͤhendes Blumenbeet, ſchlugen jene Worte gegen Weſtolds fromm bewegtes Gemuͤth. Empfindli⸗ cher, als dieſe, traf ihn noch keine Aeußerung Ha⸗ ſtebecks, der in der beſten Abſicht, um ſeinen Freund vor phantaſtiſchen Ueberſpannungen zu be⸗ wahren, oft das Heiligſte entweihte, und roher that, als es ihm eigentlich ums Herz war.—
„Pfui, Haſtebeck!“ erwiederte Weſtold— „„ kennſt Du deinen Freund nicht beſſer?“


