hatten bemerkt werden koͤnnen, geſetzt auch, daß Je⸗ mand in der Kirche geweſen waͤre: ſo war ſein erſter Laut nur ein Fluch uͤber die geſchehene Stoͤrung, und er verſuchte, die aufgeſcheuchte Taube aufs Neue in ſein Netz zu ziehen.— Allein das war von nun an ein vergebliches Bemuͤhen. Ohne ein Wort des Ab⸗ ſchieds, und unbekuͤmmert darum, ob Jemand drau⸗ ßen lauſchen werde, oder nicht, eilte Lenchen zur Kirche hinaus und in ihre ſtille Kammer. Da ſturz⸗ te ſie auf ihre Knieen nieder, und weinte bittere Thraͤnen der Reue uͤber die bisherige Verirrung ih⸗ res ſonſt ſo reinen, unſchuldigen Sinnes, und vor allem über die heutige, füͤndliche Entweihung des heiligen Gotteshauſes durch ſo ſtraͤfliche Berathſchla⸗ gungen. In ſcheußlicher Geſtalt ſtand Stork und ſein Beginnen jetzt vor ihr. Sie dankte Gott im inbrünſtigen Gebet für die wunderbare Rettung noch am Nande ihres gaͤnzlichen Verderbens; ſie gelobte mit reuigem Herzen, ſich nie wieder von dem Ver⸗ fuͤhrer umſtricken zu laſſen; und ſie hielt redlich Wort, denn was er ſeit jenem Tage auch noch ver⸗ ſuchte, das vorige Verhaͤltniß zwiſchen ihm und ihr wie⸗
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