ſter mit ſeinen ſuͤndlichen Liebkoſungen, um ihr beſ⸗ ſeres Gefuͤhl immer mehr zu ertoͤdten. Und leider fehlte ihr ſchon faſt gaͤnzlich die innere, ſiegreiche Kraft eines noch ganz reinen Gemüths, ſich aufzu⸗ raffen gegen ſich ſelbſt und ihren Verfuͤhrer. Sie ſelkbſt konnte ſich nicht mehr retten; ſie ſank dem Leichtſinn, vielleicht ihrem gaͤnzlichen Verderben un⸗ widerbringlich in den Arm, wenn nicht, wie vom Himmel geſandt, ein unerwarteter Retter kam!
Da hallte ploͤtzlich eine ernſte, feierliche Stim⸗ me durch die einſame, duͤſtere Kirche. Als ob Gott ſelber ihr warnende Worte zuriefe, klang ſie ihr. Der Fußboden unter ihr, die ſtarken Mauern, die ganze Kirche ſchien ihr zu ſchwanken, und den Ein⸗ ſturz zu drohen, wie von einem ploͤtzlichen Erdbeben bewegt. Zitternd vor Schreck bis im innerſten Mark ihrer Gebeine, fuhr ſie auf aus den Armen des Boͤ⸗ ſewichts.— Auch er hatte die Stimme gehoͤrt, und ſtand einige Minuten, wie angedonnert da. Ais er indeſſen Niemanden weiter hoͤrte und ſah, und nach der Lage des Kirchenſtüͤbchens ſich uber⸗ zeugte, daß er und Lenchen von keinem Lauſcher


