Teil eines Werkes 
1. Theil (1823)
Entstehung
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gen ſolle, weil Lenchen bis um vier Uhr mit dem Unterrichte der Maͤdchen zu thun habe. Da ſagte Stork, mit einem bedeutenden Blick auf Len⸗ chen, dieſe ſey ja jung und raſch, und werde mit allem ſchon fertig werden, waͤhrend der Vater dem Muͤller Schreibſtunde gaͤbe. Lenchen, die den Blick verſtanden hatte, beſtaͤtigte dieß; und ſo war alles nach Wunſch eingeleitet.

Recht zu Statten kam ihnen noch, daß der Schulmeiſter unerwartet nach der Schreibſtunde ei⸗ nen Geſchäͤftsgang nach dem Filialdorfe machen mußte; ſie konnten alſo um ſo laͤnger vor einer Stoͤ⸗ rung ſicher ſeyn. Lenchen ging zur beſtimmten Stunde mit Beſen, Buͤrſte und Wiſchtuͤchern in die Kirche; und ſobald Stork unbeobachtet war, huſchte auch er hinein, und fand Lenchen recht ernſtlich im herſchaftlichen Stuͤbchen beſchaͤftigt. Er ſagte ihr, daß das eine unnutze Muͤhe ſey, denn die Herren würden ſich wenig um die Kirche bekům⸗ mern; aber daß ſeine Entlaſſung nun nahe ſey, das waͤre nur allzugewiß. Er machte ihr die bitterſten Vorwuͤrfe, daß ſie durch ihren Eigenſinn und ihre