Teil eines Werkes 
1. Theil (1823)
Entstehung
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ihrer ſeligen Mutter zu vergeſſen, und ſich auf im⸗ mer um die Ruhe ihres Gewiſſens zu bringen, da habe eine Stimme, die ihr Gott noch zur rechten Zeit geſchickt, ſie ploͤtzlich vom Rande des Ungluͤcks zurückgerufen und auf immer gerettet; die Stimme

ſey ihr ſeit jener Zeit unvergeßlich geweſen, oft in der tiefſten Stille ihres Kuͤmmerchens habe ſie die⸗ ſelbe in ihren Ohren zu vernehmen geglaubt, was jedoch nur eine Einbildung geweſen ſey; allein heu⸗ te, als Weſtold die kleine Rede gehalten, habe ſie ganz und gar und in der vollkommenſten Wirk⸗ lichkeit jene Stimme wieder gehoͤrt.

Weſtold that noch mehrere Fragen, um über dieſe ſeltſamen Aeußerungen einen naͤhern Aufſchluß zu erhalten; doch Lenchen hatte nur ein ſtummes, betruͤbtes Kopfſchuͤtteln zur Antwort. Blos das Eine ſagte ſie endlich noch, die Stimme habe ihr eines Abends, da weder Prediger noch Gemeinde in der Kirche geweſen, hoch von dem Gewoͤlbe der lee⸗ ren Kirche zugerufen.

Weſtold wurde ſo feuerroth, wie das Maͤd⸗ chen. Haͤtte ſie den Muth gehabt, zu ihm hinauf