chriſtlichem Wandel. Mit großer Aufmerkſamkeit hoͤrte ihm auch der Roheſte und Einfaͤltigſte zu, als ploͤtzlich, noch ehe die Rede geendet war, die allge⸗ meine Stille durch ein laut ausbrechendes Schluch⸗ zen unterbrochen wurde. Das ſchoͤnſte junge Maͤd⸗ chen des Dorfs, die Tochter des Schulmeiſters war es, auf welche Weſtold einen ſo unerwarteten, zu ſeinen Worten gar nicht im Verhaͤaͤltniß ſtehenden, Eindruck gemacht hatte. Sie ſchwankte mit vor die Augen gehaltenem Tuche durch die dichtgedraͤngte Menge, und verſchwand durch die offene Hausthuͤr. Es entſtand ein allgemeines Fluͤſtern und Fragen. Weſtold hoͤrte auf zu ſprechen, und der Anfuͤhrer des Zugs ſtimmte das Schlußlied an.— Haſte⸗ beck, ſtatt mitzuſingen, fluchte zwiſchen den Zaͤh⸗ nen:„Verdammte Naͤrrin mit Heulen! Ich wette: nun faͤngt aufs neue ſein alter Traum an, in ſeinem Kopfe zu ſpuken!“ 2
Um einem ſolchen Eindrucke ſchnell entgegen zu arbeiten, nahm er, als nach geendeter Feierlichkeit von dem Vorfalle die Rede war, ſogleich Weſtol⸗ den bei Seite, und ſagte zu ihm:„Siehſt Du!
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