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Unterdeſſen war der Sommer voruͤbergegangen, und der reiche Ertrag der Felder war gluͤcklich einge⸗ ſchichtet worden in die großen Scheuren. Ungleich mehr, als auf das Geld, das aus dem Erndte⸗Segen geloͤſt werden ſollte, freute Weſtold ſich auf das nahe Feſt, das er, nach altem, loͤblichem Herkommen, ſeinem Geſinde und den ſaͤmmtlichen Feldarbeitern nun zu geben hatte. Eben war von Haſtebeck ein wild jauchzender Brief angekommen, der die Nach⸗ richt enthielt, daß der gluͤckliche Ehemann die Hoff⸗ nung habe, auch ein gluͤcklicher Vater zu werden. Nun beſtuͤrmten ihn Weſtold und Auguſte mit den allerdringendſten Bitten, daß er durch ſeinen und Sophiens Beſuch ihr Erndtefeſt verſchoͤ⸗ nern moͤchte, bis er endlich nachgab, und zur be⸗ ſtimmten Zeit mit Sophien in Aagrhorſt eintraf.
Weſtolds Haus war ein großer Tempel des Gluͤcks und der Freude geworden: in welchem ein Altar der Liebe neben dem andern ſtand. Trat Sophie gleich zum erſten Male in dieſen Kreis: ſo war ſie doch keine Fremde darin; und war ſie gleich


