Teil eines Werkes 
1. Theil (1823)
Entstehung
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mir nicht erkannt ſeyn wollte. Das verrieth ſich in ihren unruhigen Bewegungen in dem moͤglichſten Abwenden ihres Geſichts, und in dem immer tiefe⸗ ren Niederſchlagen ihrer Augen. War es boͤſes Ge⸗ wiſſen oder war es Schmerz uͤber mein und Dorotheens Geſchick? Ich wußt' es nicht, und konnt' es nicht ergrunden. Aber unbeweg⸗ lich ſtand ich, und ſtarrt' ich hin nach dem blaſſen Nonnengeſichte, in dem ich, wie durch eine Flor⸗ Maske, das Bild meiner Heiligen, meines holden Engels der Liebe erblickte. Es erfullte mich mit Pein und mit Wonne zugleich, wie die Erſcheinung

einer geliebten Todten! Es wollte mich forttreiben

in jedem Augenblick, und hielt mich doch feſt auf meine Stelle gebannt, wie ein uͤberirdiſcher Zau⸗ ber! Endlich war die Meſſe geendet, und An⸗ daͤchtige und Gaffer draͤngten ſich den Ausgaͤngen zu. Es ward mir ſchwer, meine Erſcheinung im Auge zu behalten. Ich wollte, ich haͤtte ſie gleich verloren: ſo haͤtte ich den widrigen Anblick ihres Oheims nicht gehabt, des Feindes meiner Liebe, des heuchleriſchen Tyrannen der armen Dorothee,

des