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mir erwarteter, Brief ſtuͤrzte den ganzen Prachtbau meines Glucks in kloͤgliche Truͤmmern. Der Ohein hatte ſie eingeſchuͤchtert, wie ein gejagtes Neh, wi⸗ eine Taube, uͤber welcher der Geier ſchwebt. Jede Zeile ihres Briefes war der Ausdruck des troſtloſe⸗ ſten Schmerzes. Sie warf es ſich als ein Vergeher vor, ohne Vorwiſſen ihres Oheims mir ihr Her⸗ aufgeſchloſſen, ihre Hand zugeſagt zu haben! O, w mußte man ſie gepeinigt haben! Sie beſchwor mie bei meiner Liebe, ihr Wort ihr zuruͤck zu geben!“¹. „ Und du thateſt das?“ fragte Weſtold. „Ja!“ antwortete Haſtebeck—„ ich tha es, voll Verzweiflung, voll Grimm, voll Stolz!— Die Verzweiflung ſtuͤrzte mich zu Boden; der Stolz erhob mich wieder. Ich konnte nicht betteln um ihre Treue. Ein erbetteltes Gluͤck konnte fuͤr mich keins ſeyn. Ich beſchloß, meinem Mißgeſchick zu trotzen; und ich kaͤmpfte kraͤftig gegen meinen Schmerz. Ich ſuchte mir einzubilden, daß ſie todt ſey, um zu ver⸗ geſſen, daß es ſchlimmer war als waͤre ſie todt.— Ich warf mich mit Eifer in meine neue Bahn, uͤber⸗ nahm Geſchaͤfte, die mir eigentlich zuwider waren,
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