Teil eines Werkes 
1. Theil (1823)
Entstehung
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ben! Seit der liſtige Schelm von Oheim ſie aus meinen Armen entfuͤhrt, und einem Andern, den ſie verabſcheute, zur Beute uͤberliefert hatte, war meine Liebe nicht ſchwaͤcher, nur duͤſtrer geworden! Ich hatte ihr laͤngſt die Schwaͤche verziehn, mit der ſie ſich von mir hinwegreißen ließ; und ich ſchwur der Ungluͤcklichen eine ewige Liebe und Trauer!

Solche Schwuͤre ſollte man nicht thun⸗ ſagte Weſtold.

Doch raſch erwiederte Haſtebeck:Wer ſie halten kann, mag ſie thun! Ich konnte und wollte ſie halten der Ungluͤcklichen! Und warlich, ich haͤtte ſie ihr gehalten! Aber, Weſtold, ſie iſt gluͤcklich! gluͤcklich! gluͤcklich an der Seite des ſonſt Verabſcheuten!

Er ging mit großen Schritten im Zimmer auf und gb. Weſtold folgte ihm mit ungewiſſen Blicken, weil er nicht wußte, ob er den Freund wirklich fuͤr geheilt, oder noch fuͤr krank halten ſolle. Endlich fragte er mit milder Stimme:Woher weißt du es, daß ſie gluͤcklich an ſeiner Seite iſt?