Teil eines Werkes 
2. Bdchen (1826)
Entstehung
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ich wuͤrde mich lächerlich machen, wenn ich Ihrem Verlangen nachgeben wollte. So mächtig iſt das Vorurtheil; es thut mir unendlich leid. Sie können überzeugt ſeyn, daß ich Sie hochachte, und daß es mir ein Vergnügen geweſen ſeyn würde, mich mit Ihnen zu ſchlagen. Sie erbleichen, ich beklage Sie aufrichtig, Sie ſind ein Mann von Ehre. Seyn Sie überzeugt, daß ich dieſes grauſame Herkommen ver⸗ abſcheue; ich finde es ungerecht, ich finde es abge⸗ ſchmackt, ja, ich würde mein Blut darum geben, wenn es mir exlaubt wäre, mich mit Ihnen zu ſchlagen.

Großer Gott! rief ich, ich glaubte ſchon alle Wi⸗ derwärtigkeiten des Lebens erduldet zu haben. Eduard, ſagte der Herzog, der immer mehr von meiner Lage gerührt zu ſeyn ſchien: Sehen Sie nicht in mir, Ihrem Freund, Ihren Feind. Laſſen ſich denn nicht einige unüberlegte Aeußerungen wie⸗ der ausgleichen? Niemals, erwiederte ich. Verwei⸗ gern Sie mir die von Ihnen verlangte Genug⸗ thuung? Ich muß, antwortete er. Wohlan, ent⸗ gegnete ich, Sie ſind eine Memme, denn gemeine Feigheit iſt es, einen Mann von Ehre zu beleidigen, und ihm die Gelegenheit zur Rache zu verweigern.

Wie ein Wüthender, ſtürzte ich aus dem Haufe des Herzogs von C. Ich durchrannte gleich einem Wahnſinnigen die Straßen. Meine eigenen Gedan⸗ ken waren mir ein Gräuel, die Furien der Hölle ſchienen ſich an meine Ferſe zu hängen. Das von mir verſchuldete Uebel war durch nichts wieder gut zu machen, und Rache wurde mir verſagt. Auch