4 mich giebt es keine mehr.— Unglücklicher, was bann ich für Dich thun?— Nichts.— Eduard, Sie zer⸗ reißen mein Herz, ich hatte mich mit Strenge ge⸗ wappnet, aber Ihnen gegenüber, kann ich ſie nicht lange behaupten; im friſchen Andenken iſt mir noch, was ich Ihrem ſterbenden Vater verſprochen habe; ich werde Alles für Ihr Glück thun, aber Sie ſehen ſelbſt ein, Sie können nicht meiner Tochter Gemahl werden.— Ich weiß es, Herr Marſchall,
ich weiß es recht gut und werde morgen abreiſen.
Erlauben Sie, daß ich mich jetzt entferne?— Nein, ſo nicht, nein, ſo ſollſt Du nicht gehen, mein Kind!— Eduard, bin ich nicht dein zweiter Vater?— Ach! Sie ſind der Vater der Frau von Nevers, ſorgen Sie für dieſe, lieben Sie dieſe, tröſten Sie die Arme, wenn ich nicht mehr hier ſeyn werde. Sie wird des Troſtes bedürfen.—
Ich verließ den Marſchall und gieng in mein Zimmer, das ich nun auf ewig zu verlaſſen im Be⸗ griff ſtand, in jenes Zimmer, in dem ich ſo oft an ſie gedacht hatte, welches mit dem ihrigen von einem Dache bedeckt wurde. Du mußt dich von hier los⸗ reißen, rief ich mir zu, aber wäre ſterben nicht beſ⸗ er? Ich dachte daran, meinem Leben und mit ihm meinen Leiden ein Ziel zu ſetzen; der Gedanke aber, wie viel Schmerz ich der Frau von Nevers dadurch verurſachen würde, und das Bedürfniß der Rache hielten mich zurück, 1
Meine Erbitterung gegen den Herzog von C. war gränzenlos. Er gerade hatte uns genugſam beobach⸗ ten koͤnnen, um zu ſehen, daß meine Ehrfurcht für
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