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von Olonne trat mir entgegen. Was wollen Sie hier? ſagte er mit finſterem Geſicht; gehen Sie hin⸗ aus. Nein, antwortete ich, nein, wenn ſie ſtirbt, ſterbe ich mit ihr. Ich ſtürzte nach dem Ruhebette. Der Marſchall hob mich auf. Sie können nicht hier bleiben, ſagte er, gehen Sie auf Ihr Zimmer, ich werde nachher mit Ihnen ſprechen. Dieſe Kälte, dieſe Trockenheit, würde mich ſehr gekränkt haben, wenn ich in dieſem Augenblicke hätte an irgend et⸗ was Anderes denken können, als an die ſterbende Geliebte. Ich hörte kaum die Worte des Marſchalls, war es doch faſt, als ob auch mein Leben ſtockte, als ob es nur an den ſchwachen gäden des ihrigen hing.— Die junge Dame wandte ſich nach mir um, ich ſah Thrä⸗ nen in ihren Augen. Natalie wird Sie ſehen, ſagte ſie wenn ſie ſich wird erholt haben, jetzt aber könnte Ihr Anblick die Kranke angreifen.— Glauben Sie? ent⸗ gegnete ich, nun ſo will ich hinausgehen. Ich ging in das angränzende Zimmer, weiter konnte ich nicht; ich ſank auf meine Knie. O gütiger Gott! rief ich aus, rette ſie, rette ſie; ich konnte kein anderes Wort über meine Lippen bringen, als dieſe. Bald darauf hörte ich, daß ſie wieder zu ſich kam; es wurde drinnen laut, man ſprach, man war um ſie beſchäftigt. Ein alter Kam⸗ merdiener der Herzogin erſchien und kam, als mich erblickte, mit den Worten auf mich zu: Gie müſſen wieder auf Ihr Zimmer, gütiger Gott! Sie ſind todtenbleich, ſie bringen ſich um, kommen Sie, ſtützen Sie ſich anf mich, kommen Sie auf Ihr Zim⸗ mer. Ich wollte eben dieſen Rath befolgen, als der
Marſchall aus dem Cabinet ſeiner Tochter trat, und
mit einer Stimme, die ſeine Beſtürzung zu erkennen gab, ſagte: Noch hier? Folgen Sie mir, mein
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