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überbot Alles, ich war gleichſam verſunken in ein
Meer von Troſtloſigkeit. Nirgends zeigte ſich Be⸗
ruhigung; ich konnte mir nicht einmal als Troſt ſa⸗ gen, daß meine Flucht, dies ſchwerſte Opfer ein nütz⸗ liches wäre: ich brachte es zu ſpät; es war jetzt kein edler tugendhafter Entſchluß mehr, ich floh wie ein Verbrecher, und das Geſchehene war durch nichts wieder gut zu machen. Nichts in der Welt konnte dies Uebel heilen, und wenn ich auch meinen letzten Blutstropfen für ſie vergoß, ihren, durch Frevlermund entweihten Ruf konnte ich damit nicht erkaufen. O Gott, ſie, die Engelreine ſah ihren Namen denen der Entwürdigten ihres Geſchlechts, die ihr ein Greuel waren, beigeſellt und ich, ich allein hatte dieſe Schmach über ihr Haupt gebracht!— Nur der Gedanke an blutige Rache konnte mich in dieſem Augenblicke vom Selbſtmorde abhalten.
Ich war noch nicht mit mir einig, ob ich gleich zum Herzog von C. gehen ſollte, ehe ich noch mit der Herzogin von Nevers geſprochen hatte, als ich die Klingeln ihrer Gemächer heftig angezogen hörte; un⸗ willkührlich eilte ich nach jener Seite hin; ein Be⸗ dienter begegnete mir, und durch ihn erfuhr ich, daß
ie Herzogin eben ohnmächtig geworden und ohne Mr den läge. Ich ſtürzte nach ihrem Zimmer hin, durcheilte zwei oder drei große Gemächer, ohne recht zu wiſſen, was ich that, und ſtand in demſelben Ca⸗ binet, wo wir noch am Tage zuvor an Lebensglück zu glauben wagten. Die Herzogin lag auf einem Ruhebette; eine junge Dame, welche ich nicht kannte, hielt die Ohnmäͤchtige in ihren Armen; nur einen Blick konnte ich auf ſie werfen, denn der Marſchas vo


