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den Gedanken, die mich überall verfolgten, zu ent⸗
rinnen. Der Eine war: Nie wird die Geliebte dein; der Andere: Du ſündigſt gegen Pflicht und Ehre, wenn du länger im Hauſe des Marſchalls bleibſt. Ich ſah den Schatten meines würdigen Vaters, der mir Rechenſchaft abfoderte, mich fragte: ob dies der Lohn, die Frucht ſeiner Lehre, ſeines Beiſpiels ſey? Dieſe furchtbare Erſcheinung verdrängte dann aber wieder das liebe Bild der Herzogin, und auf Augen⸗ blicke kehrte friſches Leben in meine wunde Bruſt zurück. Ich ſchloß die Augen, um nichts als der Geliebten holdes Bild zu ſehen; ich ſah es, meine ganze Seele durchdrang es, es lächelte mir zu, es tröſtete mich, und linderte nach und nach meine Schmerzen. Zuweilen ſchlummerte ich in den Armen dieſer holdfeligen Truggeſtalt ein; ich erwachte und — war allein.— O mein Gott! warum durfte ich nicht, nur auf einige Tage, glücklich ſeyn? Niemals, niemals! Das Schickſal trennte auf ewig zwei für einander geſchaffne, aus demſelben Stoff gebildete, von gleicher Liebe durchglühte Herzen.
Eines Abend ſetzte ich mich am Ende der Chataig⸗ nerie auf einem Raſenfitz; ich war eben von einer
weiten Streiferei zurückgekehrt, und wollte, ehe ich
in den Salon ging, mich erſt wieder ſammeln, um mich nicht in Gegenwart des Marſchalls durch mein verſtörtes Weſen zu verrathen. Ich mochte ein Weilchen geſeſſen haben, als ich die Herzogin ge⸗ wahrte, welche auf meinen Platz zukam. Sie wan⸗ delte in Gedanken verloren unter den himmelhohen Bäumen; ſie dachte vielleicht an mich. Sie hatte
den Hut abgenommen; ihr ſchönes Haar fiel zwang⸗
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