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richtet hatte, ſeitdem er in Faverange war. Es war eben eine Kiſte mit Büchern, Kupferſtichen, Landcharten, wie auch ein großer, nach den neueren Entdeckungen des Cook und Bongainville entworfener Globus, aus Paris angekommen. Die ausgepackten Sachen lagen auf dem Tiſche umher, und der Marſchall verließ, nach⸗ dem er Alles in Augenſchein genommen, mit dem Abbé Tercier den Saal. Ich blieb mit der Herzogin allein.
Lange ſtanden wir vor dem Globus und dreheten ihn nachdenklich, wie denn das Bild des Planeten den wir
bewohnen, ſelbſt in ſo verjüngtem Maaßſtabe, wohl zu mancherlei Betrachtungen zu führen pflegt. Die Her⸗ zogin blickte eben auf das ſtille Meer und auf die Gruppe der Geſellſchaftsinſeln; ich bemerkte es und erzählte ihr Einiges aus Cook's Reiſe, die ich kürz⸗
lich geleſen hatte; ich ſprach von den Gefahren, denen
der kühne Weltumſegler in dieſen unbekannten Ländern ausgeſetzt geweſen wäre, und wie ſeine Schiffe beinahe geſcheitert an den Korallenbänken, welche dieſe Inſeln
als ein Bollwerk gegen die Stürme des Oceans um⸗ geben. Ich beſchrieb ihr einige dieſer reizenden In⸗ ſeln. Während deſſen deutete ſie mit dem Finger auf
eine der kleinſten, welche etwas nördlich vom Wende⸗ kreiſe einzeln daliegt. Dieſe, ſagte ich, iſt unbewohnt, aber ſie ſollte es nicht ſeyn. Hohe Palmen, Brod⸗ und Piſangbäume beſchatten dies glückliche Eiland,
welches der brennenden Sonne Strahlen nie verſen⸗
gen; die Ananas erzeugt hier nutzlos ihre balſami⸗
ſchen Früchte; ſie reifen in der Einode, ſie fallen ab,
keine Menſchenhand ſammelt ſie ein. In dieſem fried⸗
lichen Aſil hört man nur das Rieſeln der Quellen, den Geſang der Vögel, man athmet blüthendurch⸗ wurzte Luft; hier wohnt die Ruhe, hier wohnt das


