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zu ſchreiben, beſſer iſt es, wenn ich mit Ihnen ſpreche, ich hätte es ſchon früher thun ſollen.— Ich ſah, daß. ſie geweint hatte.— Ich bin wohl ſehr unglücklich, ſagte ich. Meine Liebe kränkt Sie— iſt es meine Schuld? Ich hoffe nichts, ich fordere nichts, o ich weiß nur zu gut, daß ich unglücklich ſeyn muß. Aber
geſtehen Sie mir es, wenn das Geſchick mich Ihnen
gleich geſtellt hätte, würden Sie alsdann mir geſtat⸗ tet haben, Sie zu lieben?— Was ſoll der Zwei⸗ fel? Eduard, wiſſen Sie es denn nicht, daß ich Sie liebe? Ja, wir haben zu gleicher Stunde unſre Her⸗ zen ausgetauſcht; ich habe wohl die Thorheit dieſer Liebe erkannt, ich weiß, daß ſie uns nuͤr zum Verder⸗ ben führen kann.— Aber wer vermag ſeinem Schickſale zu entrinnen? Abweſenheit wäre das Hei⸗ lungsmittel gegen eine gewöhnliche Neigung geweſen; ich habe vergebens die ferne Freundin aufgeſucht, bei ihr wollte ich Schutz und Rath finden gegen eine Leidenſchaft, die Sie, Eduard, und mich in's Unglück ſtürzen wird. Eugenie hat Alles aufgeboten, mir den Wahnſinn meiner Liebe zu beweiſen, ſie hat alle Ver⸗ nunftgründe erſchöpft, mir die Nothwendigkeit des kräftigſten Widerſtandes darzuthun, ſie hatte mich überzeugt, ich kehrte nach Paris zurück, nicht durch meine, nur durch der Freundin Vernunft erſtarkt. Ich wollte Sie meiden, Eduard, ich ſuchte Zerſtreuung in Kreiſen, wo ich ſicher war, Sie nicht anzutreffen. Wie gleichgültig waren mir alle dieſe Orte, wo ich
Sie nicht ſah.— Der Herzog C. beſpöttelte nicht ſel⸗
ten meine Zerſtreuung, meine Geiſtes⸗Abweſenheit. In der That auch war ich abweſend bei allen den glanzvol⸗ len Feſten, die ich nur beſuchte, um Eugeniens Rath
zu folgen. Die beſſere Hälfte meines Ich’s blieb bei


