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ſprach vom Getreidehandel; das Geſpräch war eines jener ſchwerfälligen, in welchem ſich die Theilnehmer des Breiteren vernehmen laſſen, Behauptungen auf⸗ ſtellen, Beweiſe und Gegenbeweiſe führen, und ſo die ungetheilte Aufmerkſamkeit der Zuhörer in An⸗ ſpruch nehmen, während die nicht zuhoͤrenden ſorglos den eignen Betrachtungen nachhängen dürfen, weil ſie keine unterbrechung zu fürchten haben, indem jene zu beſchäftigt ſind, um an ſie zu denken. Die Her⸗ zogin ſaß an dem offenen Fenſter, das zum Altan hinausführt, und athmete die Kühlung ein. Ein ho⸗ her Jasminſtrauch ragte bis zum Altan herauf, und verflocht ſeine Zweige in das Gitterwerk deſſelben. Ich ſtand ein Paar Schritte hinter der Herzogin, und ſah ihr wunderliebliches Profil auf der ſtrahlen⸗
den Himmelsbläue, wie ein ſchönes Bild auf Gold⸗
grund gemalt. Die Luft flimmerte, wie es nach recht heißen Tagen pflegt; über Hügel, Fluß und Wald legte ſich ein violetfarbener Duft, der nicht Tag
und auch nicht Finſterniß war. Mein Herz war
wunderſam bewegt. Der laue Weſt führte mir den Wohlgeruch der Jasminblüthen zu; mir war es, als athmete die Geliebte den Balſamduft aus, und ſog ihn gierig in mich ein. Die ländliche Stille, die Bilder der Ruhe rings umher, der Ausdruck ihres ſchönen Geſichts, welches mit dieſen ſo recht in Ein⸗ klang ſtand.— Alles dies erfüllte meine Bruſt mit namenloſem Liebesſehnen. Zugleich drängten ſich mir aber auch mancherlei ſchmerzliche Betrachtungen auf. Ich bete ſie an, dachte ich, und doch darf ich mich ihr nimmer nahen. Ich verlebe mein Leben bei ihr, ſie lieſ't in meinem Herzen, offen liegt meine Seele vor ihr da, ſie kennt meine Gefühle, theilt


