ſeine Ehre auf dem Spiele ſtand. Ich bin ruhig, ich
habe gethan was ich mußte, die Wahrheit wird frü⸗ her oder ſpäter ans Licht treten. Ich werde, mein lieber Eduard, Ihr Anerbieten annehmen, denn auch von Ihrem Vater hätte ich es angenommen. Sie möogen noch einige Tage hier bleiben, um einige für mich wichtige Geſchäfte zu beſorgen, welche man mir nicht die Zeit laſſen wird, abzuthun. Bleiben Sie jetzt gleich bei mir, ich will das Dringendſte ordnen, um fertig zu ſeyn; ich mag um nichts bitten, nicht einmal um Aufſchub.
Der Verbannungsbefehl kam noch an demſelben Abend, und verbreitete Schmerz und Schrecken im Hotel d'Olonne. Der Marſchall gab mit der großten Ruhe die nöthigen Befehle; und indem er Jeden be⸗ ſchäftigte, hemmte er die nutzloſen Klagen.
Der Herzog von C., der Prinz Enrichemont und die anderen Freunde des Hauſes eilten bei der erſten Nachricht dieſes Mißgeſchicks herbei. Der Marſchall hatte alle mögliche Mühe, den aufwallenden Eifer des Herzogs von C. zu zügeln, ſeine unbeſonnene Dienſt⸗ fertigkeit abzulehnen und ſeine heftigen Reden zu mäßigen.
Der abgemeſſene Fürſt dagegen blieb in ſeiner Ruhe, fügte geſchickt ſeine Worte, und ſagte alles, was hier zu ſagen paſſend war. Deſſen ungeachtet verletzte mich, ich weiß ſelbſt nicht warum, jede ſeiner Aeußerungen. Zuweilen ſah ich bei ſeinen zierlichen wohlgeſchniegelten Phraſen die Herzogin an, und be⸗ merkte, daß ein leichtes Lächeln ihre Lippen um⸗ ſpielte, welches mir bewies, daß der wohlredende Prinz bei ihr eben ſo wenig Beifall fand, als bei mir.


