ſverſchaffen, Dadurch werden Sie leichte und ſichere Mittel erhalten, ſich auszuzeichnen, und zugleich in ſehr angenehme Lebensverhältniſſe treten. Gern, ant⸗ wortete ich, wäre ich dem Berufe meines Vaters ge⸗ folgt, doch mögen Sie und Ihr gütiger Vater über meine Zukunft gebieten.
Wenige Tage darauf ſagte ſie mir wieder, Sie haben die Stelle erhalten, aber mein Vater wird Ihnen nicht lange darin nützlich ſeyn können. Wie! rief ich aus, ſo ware das Gerücht wahr? der Herzog von St. wirklich in Ungnade gefallen? Leider nur zu wahr, antwortete ſie, und ich glaube, daß mein Va⸗ ter ſein Schickſal theilen wird. Hoöͤchſt wahrſcheinlich wird er nach Favrange verbannt werden, und ich werde ihm dahin folgen. Großer Gott! rief ich aus, und in ſolchem Augenblicke ſprechen Sie mir von An⸗ ſtellung; wie wenig kennen Sie mich, wenn Sie mich fähig halten, eine Stelle anzunehmen, um Ihren Feinden zu dienen. Für mich giebt es jetzt nur eine Stelle in der Welt, und die iſt zu Favrange; dort geduldet zu werden, iſt der Inbegriff meines Ehr⸗ geizes.
Bei dieſen Worten verließ ich ſte, und ging noch ganz bewegt in des Marſchalls Cabinet. Ich ſagte ihm Alles, was mein Herz fühlte, und das Seinige war davon gerührt. Er ſagte mir, daß der Herzog von St. wirklich in Ungnade gefallen ſey, und daß er, ohne je weder ſeine Gunſt, noch ſeine Macht getheilt
zu haben, wohl nicht würde ſeinem Mißgeſchick entge⸗
hen. Ich hielt es für meine Pflicht, fügte er hinzu, ihm in einer Angelegenheit Beiſtand zu leiſten, wo


